Unterstützende Thermo- und Kryoanwendungen zur Durchblutungsförderung, Entspannung und Schmerzlinderung.
Wärme- und Kältetherapie (Thermotherapie und Kryotherapie) sind physikalische Behandlungsformen, die als unterstützende Maßnahmen (ergänzende Heilmittel) im Rahmen einer physiotherapeutischen Behandlung eingesetzt werden. Durch die gezielte Zufuhr oder den Entzug von Wärme wird die Gewebetemperatur lokal verändert. Dies löst biologische Reaktionen im Körper aus: Wärme erweitert die Blutgefäße, entspannt die Muskulatur und fördert den Stoffwechsel. Kälte hingegen verengt die Gefäße kurzzeitig, wirkt abschwellend, entzündungshemmend und dämpft die Schmerzleitung der Nerven. Beide Therapieverfahren sind effektive, natürliche Werkzeuge zur Schmerzlinderung und Heilungsbeschleunigung.
Wir nutzen vor allem zwei bewährte Wärmeverfahren, die oft als Vorbereitung für Massagen oder Krankengymnastik eingesetzt werden:
Die Kältetherapie nutzt Eisbeutel, Eislollys oder Kaltpackungen zur lokalen Abkühlung.
Ja. Die Wärme- oder Kältetherapie wird in der Regel von Ihrem Arzt als „ergänzendes Heilmittel“ zusammen mit dem Hauptheilmittel (z. B. Krankengymnastik oder Massagetherapie) verordnet.
Grundsätzlich gilt: Bei akuten Verletzungen und Schwellungen sowie entzündlichen Prozessen hilft Kälte (abschwellend & entzündungshemmend). Bei chronischen Schmerzen, Muskelverspannungen und Arthrose ist Wärme die bessere Wahl (lockert & durchblutet).
Heißluft und Fango-Packungen dauern meist 20 bis 30 Minuten. Kälteanwendungen sind kürzer (in der Regel 10 bis 15 Minuten), um Gewebeschäden durch Unterkühlung zu vermeiden.